Warum verursachen zu kurze oder zu lange Ölleitungen Vibrationen im Pilothebel?

I. Resonanz aufgrund zu kurzer und zu dünner Ölleitungen

Sind die mit dem Griff verbundenen Hydraulikölleitungen sowohl zu kurz als auch zu dünn, kann Resonanz aus zwei Gründen auftreten. Strömungsmechanisch betrachtet verringern dünne Leitungen den Strömungsquerschnitt des Hydrauliköls, wodurch sich die Strömungsgeschwindigkeit des Öls in der Leitung erhöht und die Druckpulsation verstärkt wird. Diese Druckpulsation erzeugt periodische Anregungskräfte, die auf die Rohrwand wirken. Kurze Leitungen zeichnen sich zudem durch hohe Steifigkeit und eine relativ hohe Eigenfrequenz aus. Erreicht die Anregungsfrequenz der Hydrauliköldruckpulsation die Eigenfrequenz der Leitung oder entspricht sie ihr, tritt Resonanz in der Ölleitung auf. Diese Resonanz wird dann über das Hydrauliksystem auf den Griff übertragen und führt zu spürbaren Griffvibrationen. Darüber hinaus können kurze Leitungen kleinere Bewegungen der gesamten Maschine während des Betriebs nicht abfedern und sind anfällig für zusätzliche mechanische Vibrationen durch Dehnung oder Stauchung, was die Griffresonanz weiter verstärkt.
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II. Resonanz, verursacht durch zu lange Ölleitungen, die mit der gesamten Maschine in Kontakt stehen

Eine übermäßig lange Ölleitung ist die entscheidende Voraussetzung für das Auftreten dieser Resonanzart. Lange Leitungen haben eine niedrige Eigenfrequenz, wodurch sich ihre Frequenz leichter mit der Anregungsfrequenz im System anpasst und Resonanz auslöst. Sind lange Ölleitungen nicht ordnungsgemäß befestigt, schwingen sie während des Maschinenbetriebs aufgrund ihrer eigenen Schwerkraft und der Aufprallkraft des fließenden Öls. Beim Kontakt der schwingenden Leitungen mit anderen Maschinenteilen entsteht ein starrer Übertragungsweg. Die während des Maschinenbetriebs erzeugten Vibrationen werden über die Kontaktpunkte direkt auf die Ölleitungen übertragen; diese schwingen dann entsprechend und übertragen die Schwingungsenergie auf den Griff. Die Überlagerung der Eigenschwingung der Leitung und der Maschinenschwingung kann zudem eine gekoppelte Resonanz hervorrufen, die die Amplitude der Griffschwingung deutlich erhöht. Darüber hinaus können langfristiger Kontakt und Reibung zwischen den Ölleitungen und der Maschine die Befestigungen der Leitungen lockern, die Stabilität der Ölleitungen weiter verringern und die Resonanzdauer und -intensität verstärken.
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Veröffentlichungsdatum: 07.02.2026