Wie bedient man einen elektrischen Proportional-Joystick professionell?

Wie bedient man einen elektrischen Proportionalhebel professionell?

Bei Mobilbaggern mit Greiferaufsätzen ist der elektrische Proportional-Steuerhebel eine zentrale Komponente für präzise Greifvorgänge. Er erfüllt die drei Hauptanforderungen des Greiferbetriebs: „Anpassung der Öffnungs- und Schließkraft, Abstimmung der Bewegungsgeschwindigkeit und komplexe Bedienung“. In Kombination mit den besonderen Eigenschaften von Mobilmaschinen entsteht so ein einzigartiges Steuerungssystem, das die Bedienbarkeit und Effizienz von Greifvorgängen deutlich verbessert.

I. Kernanwendungslogik von elektroproportionalen Griffen bei Greifvorgängen

Der Greifvorgang von Mobilbaggern folgt im Wesentlichen einem kontinuierlichen Prozess aus „Bewegung-Positionierung-Greifen-Transfer-Entladung“, was hohe Anforderungen an Reaktionsgeschwindigkeit und Kraftpräzision stellt. Elektroproportionale Steuerhebel ersetzen durch lineare elektrische Signalausgabe die mechanische Hubsteuerung herkömmlicher Hydraulikhebel und erfüllen drei Kernfunktionen:

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1. Stufenlos einstellbare Griffkraft:

Der Schwenkwinkel des Griffs korreliert linear mit der Greifkraft. Bei kleinen Winkeln wird nur wenig Hydrauliköl abgegeben, was ein sanftes Öffnen und Schließen des Greifers ermöglicht. Dies eignet sich zum Greifen empfindlicher Materialien wie fertiger Ziegel und Rohre sowie zum präzisen Stapeln von Holz. Bei großen Winkeln wird hingegen viel Hydrauliköl abgegeben, was ein kraftvolles Öffnen und Schließen des Greifers bewirkt. Damit lassen sich schwere Materialien wie dicke Baumstämme und große Steine ​​greifen und sogar verdichtete Abfallschichten aufbrechen. Einige Modelle verfügen zudem über eine Kraftspeicherfunktion, die voreingestellte Öffnungs- und Schließkräfte für ähnliche Materialien ermöglicht und somit wiederholte Einstellungen überflüssig macht.

2. Bewegungsgeschwindigkeit, präzise Abstimmungskontrolle

Die Schwenkgeschwindigkeit des Griffs entspricht direkt der Arbeitsgeschwindigkeit des Greifers. Der Bediener kann die Schwenkgeschwindigkeit des Griffs entsprechend der Fahrgeschwindigkeit des Radbaggers anpassen, um ein zu schnelles Bewegen des Materials und damit verbundene Erschütterungen zu vermeiden.

Bei der kombinierten Ausführung von Greiferöffnung und -schließung, Auslegerhebung und Drehtischrotation überträgt der elektroproportionale Hebel Signale unabhängig voneinander, und die Geschwindigkeit jeder Aktion kann unabhängig eingestellt werden. Dadurch wird das Problem der „Flusskonflikte“ herkömmlicher Hydrauliksysteme beseitigt und der kombinierte Vorgang reibungsloser gestaltet.

3. Drehbaggerfunktion, besser geeignet für koordinierte Arbeitsabläufe.

Kopplung von Fahren und Greifen: Der „Fahr- und Greifmodus mit Priorität bei niedriger Geschwindigkeit“ des Radbaggers lässt sich per Knopfdruck über den elektrischen Proportionalhebel aktivieren. Beim Fahren und Greifen priorisiert das Hydrauliksystem die Druckversorgung der Greifzange, sodass die Greifkraft durch das Fahren nicht beeinträchtigt wird.

Koordination von Stützen und Greifer: Bei Arbeiten auf unebenem Untergrund verfügt der elektrische Proportionalgriff über eine integrierte Stützensteuerungsfunktion, die es ermöglicht, die „Stützennivellierung – Greiferpositionierung“ mit einer Hand durchzuführen und so die Anzahl der Bedienumschaltungen zu reduzieren.

II. Installation und Verwendung des elektroproportionalen Griffs für den Klemmvorgang an Mobilbaggern

Um sich an den Kabinenraum und die Bedienungsgewohnheiten von Radbaggern anzupassen, verfügt der elektroproportionale Griff über eine integrierte Bauweise:

1. Installationsort:

Es verfügt über eine Zweigriffsteuerung und ist in den Standard-Bedienhebel von Mobilbaggern integriert – der rechte Hebel steuert das Öffnen und Schließen des Greifers sowie die Drehung des Drehkranzes, der linke Hebel das Anheben des Auslegers und das Aus- und Einfahren des Stiels. Die Funktionsbelegung kann zudem individuell an die Gewohnheiten des Bedieners angepasst werden.

2. Vorgehensweise:

Der Greifer öffnet und schließt sich durch Hin- und Herbewegen des Griffs. Kraft und Geschwindigkeit lassen sich durch einfaches Anpassen des Schwenkwinkels und der Geschwindigkeit des Griffs regulieren. Der Griff verfügt über einen integrierten Modusschalter, mit dem sich schnell zwischen den Modi „Standard“, „Sanft“ und „Stark“ umschalten lässt, um sich an unterschiedliche Materialhandhabungsanforderungen anzupassen.

III. Wichtige Punkte für die praktische Bedienung des elektroproportionalen Griffs beim Bohrradgreiferbetrieb

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1. Beim erstmaligen Greifen nach neuem Material sollte die Öffnungs- und Schließkraft des Greifers bei kleinem Winkel und langsamer Geschwindigkeit getestet werden, um eine Beschädigung des Materials oder ein Herunterfallen zu vermeiden.

2. Sobald sich der Mobilbagger bewegt, klemmen Sie das Material ein und heben Sie es auf eine geeignete Höhe. Halten Sie die Greifposition aufrecht, indem Sie den Griff in einem kleinen Winkel schwenken, um ein Wackeln des Materials zu verhindern;

3. Kalibrieren Sie regelmäßig die Linearität des Griffs, um eine genaue Übereinstimmung zwischen dem Schwungwinkel und der Greifbewegung sicherzustellen;

4. In Umgebungen mit Staub und Kies sollten die Sensoren des Handgriffs und die Anschlussleitungen regelmäßig gereinigt werden, um zu verhindern, dass Staub und Feuchtigkeit zu Signalstörungen führen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der elektroproportionale Steuergriff dem Hydrauliksystem flexible und intelligente Steuerungsmöglichkeiten für den Greiferbetrieb von Mobilbaggern verleiht und perfekt auf die Eigenschaften von Mobilbaggern abgestimmt ist: „flexibler, kontinuierlicher und präziser Betrieb“. Er hat sich zu einer Standardkomponente moderner Mobilbagger mit Greiferaufsätzen entwickelt und ist ein zentrales Werkzeug zur Steigerung der Effizienz des Greiferbetriebs.


Veröffentlichungsdatum: 19. Januar 2026